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Lesetipps!

Mein Buchtipp: Cath Crowley "Das tiefe Blau der Worte"

Ein Lesetipp für Jugendliche und interessierte Erwachsene.

Meine Tochter hielt mir vor kurzem dieses Buch vor die Nase mit den Worten: „Das musst du unbedingt lesen, Mama.“ 

Schon allein den Titel fand ich interessant und so vertiefte ich mich in eine tragische, äußerst intensiv erzählte Geschichte einer jungen, verzweifelten Frau namens Rachel, die versucht ihr Leben nach dem Tod ihres Bruders Cal weiterzuführen. Um Abstand zu bekommen, kehrt sie in die Stadt ihrer Kindheit zurück und findet dort ihre alten Freunde wieder. Zuerst eckt sie mit ihrer wütenden, pessimistischen Art an. Sie erzählt niemandem von ihrem schrecklichen Verlust, nicht einmal Henry, ihrem besten Freund aus der Schulzeit und heimlichen Liebe. Außerdem ist Henry mit Amy zusammen....

Der Schauplatz ist eine Buchhandlung, die Henrys Familie gehört. Doch diese Buchhandlung ist etwas Außergewöhnliches und Dreh- und Angelpunkt der sich überschlagenden, kommenden Ereignisse, die nicht nur Rachels Leben abermals verändern werden.

Viel mehr will ich gar nicht verraten. Wir konnten diesen Roman bis zum Schluss kaum mehr aus der Hand legen.

Tanja Schneppensieper    (Sept. 2018)


 

Mein Buchtipp: Cecilia Ahern "Der Glasmurmelsammler"

Diesen Roman haben wir schon seit längerem im Bestand der Bücherei, doch ich habe ihn leider erst jetzt entdeckt.

Es ist eine berührende Vater/Tochter Geschichte. Sabrinas Vater erleidet einen Schlaganfall, bei dem sein Erinnerungsvermögen geschädigt wird. Dadurch ist seine Tochter gezwungen, dessen Wohnung auszuräumen. Dabei stößt sie auf eine wertvolle Glasmurmelsammlung von der sie völlig überrascht wird, da sie nichts von der Sammelleidenschaft ihres Vaters wusste. 

Nach und nach entdeckt sie nun bei der Suche nach einem verschwunden Teil der Murmeln, eine ganz neue Seite ihres Vaters, die er ihr und ihrer Mutter verheimlicht hat. Die Suche hilft ihr dabei, den Lebensverlauf von Fergus nachzuvollziehen und auch sich selbst besser kennenzulernen. Und langsam beginnt auch ihr Vater sich wieder zu erinnern....

Liebevoll und doch schonungslos legt dieser Roman eine schwierige Kindheit in ärmlichen Verhältnissen dar und nimmt den Leser mit in ein bewegendes Leben von Vater und Tochter.

Ein eindrucksvolles Buch, vor allem für liebende Töchter.

Tanja Schneppensieper    (Jul. 2018)


 

Mein Buchtipp: Nicholas Sparks "Wenn du mich siehst"

Die Romantitel von Nicholas Sparks finde ich manchmal etwas nichtssagend, doch umso spannender ist das Buch selbst: „Wenn du mich siehst“.  

Es geht in dieser Geschichte um eine sehr ungewöhnliche Liebe zwischen zwei äußerst unterschiedlichen Menschen. Sie beginnt mit einem Reifenwechsel mitten in der Nacht. Colin ist ein Schlägertyp, der versucht seine Aggressionen durch Sport und Kämpfe in den Griff zu bekommen. Aber er ist loyal und hilfsbereit und behebt Marias Reifenpanne auf einer verlassenen Landstraße nach einem seiner Showkämpfe. Dementsprechend zugerichtet sieht Colin auch aus, als er Maria zum ersten Mal begegnet. Sie reagiert misstrauisch und zurückhaltend, und doch begegnen sie sich wieder und die junge Spanierin ist fasziniert von seiner Andersartigkeit, je besser sie ihn kennengelernt.
Doch auch Maria hat Probleme, die sich aus ihrem Beruf als Anwältin ergeben. Sie muss sich gegen Nötigung im Büro und einen gefährlichen Stalker zur Wehr setzen. Bisher kam sie damit mehr schlecht als recht zurecht, doch mit Colin an ihrer Seite ändert sich das.

Dieses Buch ist sowohl eine Liebesgeschichte, als auch ein Thriller mit einem spannenden Showdown. Genau das richtige Lesematerial für diesen grauen Februar, finde ich.

Viel Spaß beim Gruseln!

Tanja Schneppensieper    (Feb. 2018)



Mein Buchtipp: Daniel Speck "Bella Germania"

Italien, das Lieblingsurlaubsland der Deutschen. Die meisten von uns fahren gerne hin, wir genießen den Wein, den Fisch, den Espresso. Aber wie geht es den Italienern mit uns?
Denen, die uns als Touristen sehen und denen, die in Deutschland leben?
Zu diesem Thema erzählt Daniel Speck eine bewegende, eindrucksvolle Familiengeschichte, die beide Länder in der Vergangenheit und in der Gegenwart miteinander in Beziehung treten lässt.  
1954 verliebt sich ein Deutscher in italienische Autos und eine italienische Sekretärin. Die Beziehung des Paares ist jugendlich, leidenschaftlich und kompliziert, da Giulietta einem anderen Mann versprochen ist. Sie scheitern an den strengen Konventionen der damaligen Zeit und ihrer Armut.  Doch aus der unmöglichen Beziehung der beiden geht ein Kind hervor und die Verwicklungen nehmen ihren Lauf.

Viel mehr will ich gar nicht verraten.  Es ist ein Buch über die Liebe, Familienbande, dem Wunsch nach Wohlstand und Halt. Vor allem aber geht es um die Suche nach einer eigenen Identität, ist man Italiener, Deutscher oder vielleicht doch einfach beides? Ist es wichtig woher man kommt, sind Wurzeln wichtiger als Flügel oder andersherum?
Gerade in unserer heutigen Zeit, in welcher die Thematik Europa auf dem Prüfstand steht, finde ich dieses Buch sehr aktuell, lesens- und nachdenkenswert.

Viel Spaß beim Intermezzo mit diesem Roman!

Tanja Schneppensieper   (Mai 2017)


 

Mein Buchtipp: Teresa Simon "Die Holunderschwestern"

Nun hat der Herbst Einzug gehalten und wir können es uns wieder im Warmen zu Hause mit einem guten Buch gemütlich machen. Dazu empfehle ich Ihnen den historisch geprägten Familienroman " Die Holunderschwestern" von Teresa Simon.

Katharina Raith verdient ihr Geld mit der liebevollen Restauration antiker Möbel. (Für Holz-Liebhaber sehr anschaulich geschildert.) Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin und Freundin Isi ist sie stetig auf der Suche nach lohnenswerten Objekten.

Plötzlich bekommt sie unerwarteten Besuch aus England. Der junge Mann bringt ihr alte "Kladden" mit, die Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter. Da Katharina ihre Urgroß-mutter in sehr positiver Erinnerung hat und es einige Unklarheiten in ihrer Familiengeschichte gibt, die sie verstehen möchte, beginnt sie gebannt, diese Bücher zu lesen.

Sie führen sie zurück in die 20er und 30er Jahre, in welchen ihre Urgroßmutter Fanny und deren Zwillingsschwester Fritzi zuerst in Weiden und dann in München gelebt hatten. Die ungleichen Schwestern erlebten eine politisch und wirtschaftlich unruhige und schwierige Zeit und versuchten dennoch ihr Glück zu finden. Darin spielt auch Alina, Fannys jüdische Freundin, die sie in München kennenlernt, eine tragende Rolle. In der für Juden immer bedrückendere und gefährlich werdende Lage, bleibt Fanny an ihrer Seite, doch Fritzi ist anderer Ansicht.

Nach und nach findet Katharina in der Gegenwart immer mehr  über die Frauen ihrer Familie heraus. Auch der Fund einer alten Ladenzeile stellt ein wichtiges Puzzleteil dar. Natürlich spielt auch die Liebe in allen Zeiten eine Rolle.

Das Buch ist sehr warmherzig und spannend geschrieben. Alle Frauen wachsen einem trotz ihrer Verschiedenheit ans Herz, und es erfüllt mich mit Respekt dafür, wie sie trotz Lebens-mittelknappheit und widrigen Umständen ihre Aufgaben bewältigten.
Erinnerungen an die Erzählungen der eigenen Groß- und Urgroßeltern werden geweckt.

Ich wünsche Ihnen spannende und gemütliche Stunden mit diesem Buch! Sie werden im Anschluss daran Dampfnudeln zubereiten wollen! ??

Tanja Schneppensieper      (Oktober 2016)


 

Mein Buchtipp: Lucinda Riley "Die sieben Schwestern"

Dieser Roman ist der Beginn einer Buchreihe über 7 Schwestern, die von dem Familienoberhaupt Pa Salt als kleine Mädchen aus unterschiedlichen Ländern unter mysteriösen Umständen adoptiert wurden.

Die Geschichte beginnt mit dem unerwarteten Tod des Adoptivvaters. Er hinterlässt seinen Töchtern jeweils einen persönlichen Brief, kombiniert mit Längen- und Breitengraden bezüglich ihrer ursprünglichen Herkunft.

Der Ausgangspunkt der Reisen der jungen Damen ist ein Haus auf einer Insel am Genfer See, in welchem diese behütet aufgewachsen waren. Die älteste der Plejaden-Töchter ( benannt nach dem Siebengestirn) ist Maia. Auf Grund des Briefes, der Koordinaten und einer Mosaikfliese reist die schüchterne, schöne Frau nach Rio de Janeiro. Dort erforscht sie ihre Familienhistorie und legt damit den Grundstein für umfassende Veränderungen in ihrem eigenen Leben.

Lucinda Riley erzählt auf ruhige, besonnene Art und entführt den Leser in die Vergangenheit von Rio und Paris. Sie verknüpft die Zeiten derart miteinander, dass sich die Spannung langsam und bedächtig steigert. Gegen Ende konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie diese Leben miteinander verknüpft sind. Auch die gesellschaftlichen, teilweise beklemmenden Werte der früheren brasilianischen Oberschicht und, konträr dazu, die freizügige Lebenslust der französischen Künstler, werden dem Leser nahegebracht und kritisch beleuchtet.
Also, wenn Sie Lust auf Verwicklungen, Geschichte, Gesellschaftskritik und natürlich auch eine dramatische Liebesgeschichte haben, kann ich Ihnen dieses Buch nur empfehlen. 

Mittlerweile ist bereits der zweite Band der Reihe erschienen mit dem Titel: "Die Sturmschwester".  

Tanja Schneppensieper      (Mai 2016)