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Lesetipps!

Die Bücherprofis vom Sankt Michaelsbund

Die Gemeindebücherei Heilig Geist Emmerting stellt drei aktuelle Bücher vor ..... → Weiterlesen (Passauer Bistumsblatt vom 7.3.2021



Mein Lesetipp: „Ein Jahr auf dem Land“ von Anna Quindlen

Wir, die wir hier in Emmerting leben, wussten es schon immer: Das Landleben tut den Menschen gut.

Diese Erfahrung muss Rebecca erst noch machen. Die Künstlerin, die in ihren jungen Jahren durch ihre Fotografien erfolgreich und bekannt gewesen ist, hat diese glorreichen Zeiten auf Grund ihres fortgeschritteneren Alters und einer Scheidung hinter sich gelassen. Sie ist in Geldnöten und muss ihr New Yorker Apartment vermieten. Sie selbst zieht in ein einfaches Häuschen aufs Land, um den Unterhalt für ihre Eltern, ihren erwachsenen, aber noch erfolglosen Sohn, und sich selbst bezahlen zu können. 
Die Einsamkeit macht ihr zu schaffen, doch mit der Zeit und ein paar neuen Freundschaften wendet sich das Blatt...in jeder Hinsicht.

Eine ruhige, malerische und facettenreiche Erzählweise macht diesen Roman zu einem sensiblen, stimmungsvollen Buch. 

Viel Freude beim Lesen.

Tanja Schneppensieper  (September 2020)


 

Mein Lesetipp: "Der Apfelsammler" von Anja Jonuleit

Obwohl wir auf Grund der aktuellen Corona-Situation nicht nach Italien in persona reisen dürfen, so können wir es dennoch mental durch dieses anrührende und packende Buch.

Die freie Journalistin Hannah hat, während einer persönlichen Krise, unerwartet ein altes Haus in Umbrien von ihrer verstorbenen Tante Elisabeth geerbt. Mit der Absicht es zu verkaufen, macht sie sich auf den Weg dorthin. Doch beim Durchsuchen von Elis Hinterlassenschaften findet sie unvollständige Briefentwürfe, alte Kassettenbänder und noch weitere Hinweise darauf, dass das Leben ihrer Tante, die sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern aufgezogen hat, wohl ganz anders verlaufen war, als Hannah dachte.

In Rückblicken aus Elis Perspektive, wird ihr Leben beschrieben. Wie sie in einer lieblosen Familie in Deutschland auf einem Einödhof aufwächst und wie ihr Weg sie, wegen der unerlaubten Liebe zu einem Italiener, dennoch als Erwachsene nach Italien führt.

Ein spannender, interessant geschriebener Unterhaltungsroman, den ich Ihnen empfehlen kann, wenn sie Äpfel, Birnen und Italien mögen.

 Tanja Schneppensieper  (März 2020)



Mein Lesetipp: Guillaume Musso „Das Atelier in Paris“

Wenn Sie mal Lust auf einen extrem spannenden Krimi mit verschrobenen, charakteristisch zweifelhaften Protagonisten haben, so wird Sie dieses Buch begeistern. Das Atelier in Paris

Eine ehemalige Polizistin, die versucht ihrem Leben eine neue Richtung zu geben, und ein alkoholkranker Schriftsteller, der den Glauben an menschliche Werte verloren hat, lernen sich durch einen Zufall in Paris kennen. Sie stranden im Haus eines verstorbenen, aber genialen Künstlers, der der Nachwelt nur wenige, dafür umso beeindruckendere Werke hinterlassen hat. Auf Grund eines Hinweises auf drei verschollene, äußerst wertvolle Bilder des besagten Künstlers, macht sich das ungleiche Paar auf die Suche. Zu Beginn wollen sie aus unterschiedlichen Gründen nur die Bilder finden, doch im Verlauf der Geschichte geht es immer mehr um Leben oder Tod.

Unglaublich spannend, ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Viel Spaß beim Mitfiebern.

Tanja Schneppensieper   (Januar 2019)


Mein Buchtipp: Cath Crowley "Das tiefe Blau der Worte"

Ein Lesetipp für Jugendliche und interessierte Erwachsene.

Meine Tochter hielt mir vor kurzem dieses Buch vor die Nase mit den Worten: „Das musst du unbedingt lesen, Mama.“ 

Schon allein den Titel fand ich interessant und so vertiefte ich mich in eine tragische, äußerst intensiv erzählte Geschichte einer jungen, verzweifelten Frau namens Rachel, die versucht ihr Leben nach dem Tod ihres Bruders Cal weiterzuführen. Um Abstand zu bekommen, kehrt sie in die Stadt ihrer Kindheit zurück und findet dort ihre alten Freunde wieder. Zuerst eckt sie mit ihrer wütenden, pessimistischen Art an. Sie erzählt niemandem von ihrem schrecklichen Verlust, nicht einmal Henry, ihrem besten Freund aus der Schulzeit und heimlichen Liebe. Außerdem ist Henry mit Amy zusammen....

Der Schauplatz ist eine Buchhandlung, die Henrys Familie gehört. Doch diese Buchhandlung ist etwas Außergewöhnliches und Dreh- und Angelpunkt der sich überschlagenden, kommenden Ereignisse, die nicht nur Rachels Leben abermals verändern werden.

Viel mehr will ich gar nicht verraten. Wir konnten diesen Roman bis zum Schluss kaum mehr aus der Hand legen.

Tanja Schneppensieper    (Sept. 2018)


 

Mein Buchtipp: Cecilia Ahern "Der Glasmurmelsammler"

Diesen Roman haben wir schon seit längerem im Bestand der Bücherei, doch ich habe ihn leider erst jetzt entdeckt.

Es ist eine berührende Vater/Tochter Geschichte. Sabrinas Vater erleidet einen Schlaganfall, bei dem sein Erinnerungsvermögen geschädigt wird. Dadurch ist seine Tochter gezwungen, dessen Wohnung auszuräumen. Dabei stößt sie auf eine wertvolle Glasmurmelsammlung von der sie völlig überrascht wird, da sie nichts von der Sammelleidenschaft ihres Vaters wusste. 

Nach und nach entdeckt sie nun bei der Suche nach einem verschwunden Teil der Murmeln, eine ganz neue Seite ihres Vaters, die er ihr und ihrer Mutter verheimlicht hat. Die Suche hilft ihr dabei, den Lebensverlauf von Fergus nachzuvollziehen und auch sich selbst besser kennenzulernen. Und langsam beginnt auch ihr Vater sich wieder zu erinnern....

Liebevoll und doch schonungslos legt dieser Roman eine schwierige Kindheit in ärmlichen Verhältnissen dar und nimmt den Leser mit in ein bewegendes Leben von Vater und Tochter.

Ein eindrucksvolles Buch, vor allem für liebende Töchter.

Tanja Schneppensieper    (Jul. 2018)


 

Mein Buchtipp: Nicholas Sparks "Wenn du mich siehst"

Die Romantitel von Nicholas Sparks finde ich manchmal etwas nichtssagend, doch umso spannender ist das Buch selbst: „Wenn du mich siehst“.  

Es geht in dieser Geschichte um eine sehr ungewöhnliche Liebe zwischen zwei äußerst unterschiedlichen Menschen. Sie beginnt mit einem Reifenwechsel mitten in der Nacht. Colin ist ein Schlägertyp, der versucht seine Aggressionen durch Sport und Kämpfe in den Griff zu bekommen. Aber er ist loyal und hilfsbereit und behebt Marias Reifenpanne auf einer verlassenen Landstraße nach einem seiner Showkämpfe. Dementsprechend zugerichtet sieht Colin auch aus, als er Maria zum ersten Mal begegnet. Sie reagiert misstrauisch und zurückhaltend, und doch begegnen sie sich wieder und die junge Spanierin ist fasziniert von seiner Andersartigkeit, je besser sie ihn kennengelernt.
Doch auch Maria hat Probleme, die sich aus ihrem Beruf als Anwältin ergeben. Sie muss sich gegen Nötigung im Büro und einen gefährlichen Stalker zur Wehr setzen. Bisher kam sie damit mehr schlecht als recht zurecht, doch mit Colin an ihrer Seite ändert sich das.

Dieses Buch ist sowohl eine Liebesgeschichte, als auch ein Thriller mit einem spannenden Showdown. Genau das richtige Lesematerial für diesen grauen Februar, finde ich.

Viel Spaß beim Gruseln!

Tanja Schneppensieper    (Feb. 2018)



Mein Buchtipp: Daniel Speck "Bella Germania"

Italien, das Lieblingsurlaubsland der Deutschen. Die meisten von uns fahren gerne hin, wir genießen den Wein, den Fisch, den Espresso. Aber wie geht es den Italienern mit uns?
Denen, die uns als Touristen sehen und denen, die in Deutschland leben?
Zu diesem Thema erzählt Daniel Speck eine bewegende, eindrucksvolle Familiengeschichte, die beide Länder in der Vergangenheit und in der Gegenwart miteinander in Beziehung treten lässt.  
1954 verliebt sich ein Deutscher in italienische Autos und eine italienische Sekretärin. Die Beziehung des Paares ist jugendlich, leidenschaftlich und kompliziert, da Giulietta einem anderen Mann versprochen ist. Sie scheitern an den strengen Konventionen der damaligen Zeit und ihrer Armut.  Doch aus der unmöglichen Beziehung der beiden geht ein Kind hervor und die Verwicklungen nehmen ihren Lauf.

Viel mehr will ich gar nicht verraten.  Es ist ein Buch über die Liebe, Familienbande, dem Wunsch nach Wohlstand und Halt. Vor allem aber geht es um die Suche nach einer eigenen Identität, ist man Italiener, Deutscher oder vielleicht doch einfach beides? Ist es wichtig woher man kommt, sind Wurzeln wichtiger als Flügel oder andersherum?
Gerade in unserer heutigen Zeit, in welcher die Thematik Europa auf dem Prüfstand steht, finde ich dieses Buch sehr aktuell, lesens- und nachdenkenswert.

Viel Spaß beim Intermezzo mit diesem Roman!

Tanja Schneppensieper   (Mai 2017)


 

 

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